Was Luschtigs

Witze, Sketche und Anekdoten mit dem trockenen Allgäuer Humor




Oi kleinar Fehlar

"Herr Huber, Sie sind zum anständigsten Bürger des ganzen Dorfes gewählt worden.
Weshalb sind ausgerechnet Sie hierfür in Betracht gekommen ?" ---
"Ja mei: i rauch it, i sauf it, i ha nix mit Weibsbilder, gell..."
"Aha, das ist natürlich sehr aussergewöhnlich!"
"...blos liege due i halt zwischbedur...."


S Begräbnis

"Grüß Gott, Herr Pfarrar!" -
"Grüß Gott, Herr Huber!" -
"Ja, Herr Hochwürden, i hett do a Aliege: mei Hund isch nächt gschtorbe, gell.
Ar isch mei beschtar Freind gweah, so a treue Seele vo Hund, des geits grad it noamole.
Ond drum mecht idean iatz bei eis auf m Friedhof dussa beerdige lau, mit allem, was drzu ghert." -
"Ja, Herr Huber, das geht nicht! Tiere werden hier nicht beerdigt, wo kämen wir denn dahin?"
Das geht auf keinen Fall!" -
"Oh mei, oh mei, des isch iatz aber saumäßig schlimm für mi! Kennet Ihr it amole a Ausnahm mache ?" -
"Nein, das kommt nicht in Frage, hier werden keine Tiere beerdigt!" -
"Ja meima, meima, dann gang i halt meh. Iatz ha i extra 5000 Euro für d Beerdigung vo mei m Hund zämetgschparet..." -
"Ja, moment mal, lieber Herr Huber, wieso haben Sie nicht gleich gesagt, daß der Hund katholisch war!"



D Schofkopfar

De Escht: Do stinks!
De Zwoit noch ar Weile: Weared scho d Hund sei...
Dr Dritt lueget unter de Tisch: Sind aber gar koine Hund it do!
Dr Viert noch ar Weile: Weared scho no komme...

S Ereignis

Du, sag amole, was war denn letschthin beim Schwane bsonders los ?
- Wieso ? -
Dr ganz Parkplatz war voll mit große Mercedes ond ganz hinda isch no a kleinar Fiat gschtande.
- Ach so, des war a Baurehochzeit, ond dr Tierarzt isch au eiglade gwea.



D Kässpatze

D Frau hot Kässpatze gmachet. Dr Ma kut z spät zum Easse hoi ond mosret an de Spatze rum:
Ja sag amole, die sind ja fuzdrucke!
Sui: Wäresch halt friehner komme, do waret so no soichnass!



Z viel Kraut

Dr Baur kut vom Fleacke zruck auf sein Hof. Do sieht ar sein Kneacht, der allat gege s Dennetor schpringt, dass es blos so scheppret. "Sag amole," sait dr Baur zum Kneacht, "schpinnsch du iatz ?"
"Woisch Baur, sait dr Kneacht, "I bi iatz grad ganz krautrindrig wore."
(Der Knecht wollte dem Bauern sagen, dass es ein- zweimal zu viel Kraut zu essen gab)
-erzählt von Alois Röck, Schreiers-



Lindenberg

Worum standet d Leit in Lindeberg noch m Easse allat vor s Haus ond bohret mit m Zahschtochar im Maul rum ?
Drmit d Nachbaure moinet, es hätt a Floisch geah.
-erzählt von Alois Röck, Schreiers-



D Leih

Vor 80zge, 90zge Johr sind d Leit it oft vo ihre Höf futkomme. Do war jede Gleagehoit, jede Aweachslung guet.
Vor dr Beerdigung vo am Verwandte hot a jungs Mädle mit dr Muetter gschritte, well se oifach des schwaze Kloid it azieh welle hot. Se hot dann gsait:
"Wenn i it mei rots Kloid it azieht deaf, dann gfreut mi die ganz Leih it!"
-erzählt von Alois Röck, Schreiers-



S alt Weible

Ma sott it bore sei, hot s alt Weible mit ibr Achzge gjammert.
-erzählt von Alois Röck, Schreiers-

Zahltag

Am Zahltag standet alle junge Männer beim Baure, der se für oi Wuche für s Dohla grabe auszahle will.
"Ui sott ma oigentlich gar koi Geald it gea" sait dr Baur. "Worum it ? Mir hand doch die ganz Wuche gschaffet" froget d Arbeitar.
"Ihr junge Kerle verbutzets ja doch glei" sait do dr Baur.
-erzählt von Alois Röck, Schreiers-

Zwoi Blinde

Zwoi Blinde hocket auf ar Bank. Do muss dr oi pflitzge. Do sait dr andr: Ah so, ja mach mer grad au a Halbe auf.

Beim Wiat

Kut de Sepp wie allat in d Aussicht bei Stoigade zum Eikehre. Sait d Wiatin z eam: Du gell, du hosch fei vo letschtar Wuche no sechs Halbe off!
Do sait de Sepp: Au mei, schütt se fut, die sind iazt numma guet!

Gummistiefel

Worum hand d Baure allat Gummistiefel a ?
- Well s für Schuhbändel koine EU-Gelder geit.

Verloffe

A Wanderar hot sich im Neabel total verloffe ond stoht an am Feldweg. Nix zum seah, dr Weg isch aus.
Do trifft ar an Baure, der mit dr Seages Brennessla mäht.
Dean froget ar, wie ar denn meh auf Kempte nei käm.
Dr Baur sait: "Au, des isch saumässig weit ond umständle. Also, wenn i ui wär, i dät iatz it vo do aus losgau..."

Gschichta vom Rauhe Stoi vo so um 1950 rum

Der Ortsname "Rauher Stein" kommt von einem Stück Felsen am Hauseck.

Die Kartenspieler-Runde:
Jeden Sonntag Abend von 20:00 Uhr bis 24:00 Uhr trafen sich auf dem Hof am Rauhen Stein in der Stube Nachbarn zum Schafkopfen. Ausser im Haiat, da nicht.
Die festen Teilnehmer waren:
- Burkhart Johann, Bauer dortselbst
- Burkhart Josef, dessen Sohn
- Der Albrecht von Winneberg, genannt Sales
- Dorn Franz von Winneberg
Besonders der Albrecht von Winneberg ist auch noch im hohen Alter bei jedem Wetter, ob Schneesturm oder Regen, pünktlich am Sonntag Abend eingetroffen.
Mit 85 hat er sich noch ein Moped gekauft.

Zeitweise wurde noch eine zweite Runde mit den "Unterhubern" zusammengestellt:
- Fränzlers Hanne
- Dorn Ambros (Dr Brose)
- Der alte Sales von Geisemers, der Salese Franz
- Speiser Josef von Bräunlings
- Frick Josef
- Grotz Gebhard von Oberhub
Der Fränzlers Hanne ist während des Spielens oft eingeschlafen, sicherlich krankheitsbedingt. Die anderen haben sich daraus einen Spaß gemacht, indem sie dann auf den Tisch gehauen haben, daß die Münz-Schüsselchen hochgesprungen sind. So haben sie den Hanne wieder geweckt und erschrocken.

Wenn der Dörfler Stefan zu Besuch gekommen ist, hat er zuerst immer angeklopft und ist dann mit der ganzen Türe in den Händen in die Stube gekommen. Er war so groß und stark, daß er aus Übermut gleich die Türe ausgehenkt hat.

Die Frick Anni war eine sehr neugierige Frau, die ja immer alles wissen wollte. Einmal hat sie den Grotz Gebhard gefragt, wer denn gestern Abend bei ihm unten noch so einen Lärm gemacht hätte. Der Gebhard meinte nur: "Also i, der ander ond der oine, ond der hot no oin mitbrocht."

Frick Josef und Speiser Josef waren im Winter auf dem Heimweg, den Rauhen Stein hinauf. Beide waren sehr betrunken und sind laufend in die Schneeschalten gestolpert.
Dann hat jeder dem anderen zugerufen:"Josef, hilf mir!"

Beim Hiemer hinten. Der alte Hiemer hatte drei Töchter, eine war nicht ganz richtig im Kopf. Die alte Hiemerin und eine ihrer Töchter, das Dorle, waren beide so furchtbar neugierig.
Das hatte den alten Hiemer dazu bewogen, sich folgende Eigenheit anzugewöhnen:
Am Abend hat er den Kopf aus dem kleinen Schiebefenster hinausgestreckt und mit sich selber in die Dunkelheit hinein geredet. Dann haben die neugierigen Frauen nichts verstanden und das hat sie geärgert.
Eines Abends ist der Josef an der Hauswand vorbeigegangen, als der alte Hiemer wieder einmal so aus dem Fenster herausgeredet hatte.
Da packt der Josef den alten Hiemer kurz am Kopf und der erschrickt derart, daß er ruckartig seinen Kopf zurückzieht und dabei das ganze Fenster mitgerissen hat.

Vom Dorn Brose der Vater, so sagt man, hat am Sonntag morgen Daheim seine Schuhe ausgezogen und ist barfuss ins Dorf hinab zur Kirche gelaufen. Dort hat er seine Schuhe dann wieder angezogen. Dies alles nur, um die Schuhsohlen zu schonen, so geizig war der.

Albrechts Josef ist mit seinem Bulldog über Weihers, vorbei an der Käsküche, in Richtung Opprechts hinaufgefahren. Nach einem Stück hat der Bulldog angefangen zu kochen. Ich wurde als Bub von ihm hinabgeschickt, um einen Kübel Wasser zu holen. Zuerst versuchte ich es bei der Käsküche, doch die war zu. Da bin ich zu M. Ludwig gegangen.
Der meinte: da hättest du doch auch in der Käsküche fragen können. So geizig war der.

In Unterhub wohnte damals ein Mann, der hiess mit Nachnamen Heiland. Als ein Bauer von Winneberg herab am Sonntag Früh in zur Kirche nach Altusried kam, da war die Kirche noch ganz leer, weil er zu früh dran war. Der Bauer fragte den Mesner draussen: ja, wer ist denn schon alles da ? Da antwortete der fromme Mesner Zeller: Ja, der Heiland ist schon da. Der Bauer staunte und meinte: Ja, sowas, der isch mir gar it verkomme!

D Predigt

De Xare isch vo dr Kieche hoikomme. Sei Frau frogt n, was de Pfarrar denn predigt hett. Xare: Mei, von dr Sünde halt.
D Frau isch no it zfriede: Ja, was hot ar denn alles gsait ? De Xare: Also, er isch it drfür...

Vrheiret

"Du, servus, wie hosches denn so ? Bisch ja frisch verheiret!" - "Ja, zfriede bin i it, i ha a Frau welle, die koche ka wie mei Muettr, iatz ha i oine kriegt, die sauft wie mei Vattr!"

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